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Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 4, Vers 2 – 6

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 4, Vers 2 – 6

Seid beharrlich im Gebet

und wacht in IHM mit Danksagung!

Betet zugleich auch für uns,

dass GOTT uns eine Tür für das Wort auftue

und wir das Geheimnis CHRISTI sagen können,

um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,

damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.

Verhaltet euch weise gegenüber denen,

Die draußen sind, und kauft die Zeit aus.

Eure Rede sei allezeit freundlich

Und mit Salz gewürzt,

dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.

Aus der Bibel, Kolosser 4, 2 – 6

Am Ende dieses beeindruckenden Briefes, der die Größe JESU CHRISTI eindringlich betont, beschäftigen wir uns mit den letzten u.E. wichtigen Aussagen:

1. „Seid beharrlich im Gebet „.

Beharrlich heißt ausdauernd. Wir dürfen immer wieder mit derselben Not zu Gott kommen, dürfen IHM „in den Ohren liegen“, allerdings bleibt ER der letztlich Entscheidende. Über unserem Willen und Verlangen und Flehen steht doch SEIN Wille und SEINE Verantwortung.

Von „Danksagung“ ist dabei bei Paulus die Rede. Kann man von Danksagung reden, wenn man von Erdbeben, Tsunami, Kernschmelze hört?

Vielleicht muss man GOTT näher kennenlernen, um dennoch nicht das Vertrauen in SEINE Weisheit zu verlieren. Ein Hiob konnte sagen „Ich weiß, dass mein ERSTATTER (ERLÖSER) lebt.“ (Hiob 19,25)

Das Gebet des Paulus betraf noch etwas anderes. Er mahnt an, dafür zu beten, dass GOTT „eine Tür des Wortes auftue“. Was ist gemeint? Einmal wohl, dass die gute Nachricht von JESUS CHRISTUS, dem HEILAND und RETTER aller Menschen, immer weiter ausgebreitet werden kann, zum anderen aber, dass die Menschen, die sie hören, sie auch aufnehmen, verstehen bzw. verstehen wollen. Dass GOTT sie innerlich bereit macht.

2. „Das Geheimnis CHRISTI erkennen“

In der Tat ist um die Person JESU CHRISTI manches schwer zu verstehen. Ist er wirklich GOTTES Sohn? Oder doch erst in der Taufe von GOTT zu seinem Sohn mit Spezialauftrag erklärt und berufen worden? Wie kann jemand für die Schuld der ganzen Welt sterben und damit eine Rechtfertigung vor dem heiligen GOTT erwirken?

Da gibt es viele Fragen.

Für Paulus sind das allerdings keine Fragen mehr. Es geht um mehr:

In den vorhergehenden Versen des Briefe wird uns Tieferes vermittelt:

Durch den Glauben (das meint hier, sich IHM anvertrauen) kommen wir in eine andere Lebenswirklichkeit hinein. Wir sind „in CHRISTUS“ und damit quasi eine Neuschöpfung

(2. Korinther 5, 17).

Vielleicht kann man da an Raupe und Schmetterling denken. Die Raupe lebt völlig anders und hat total andere Bedürfnisse als nachher der Schmetterling. Und doch kommt der eine aus dem anderen.

In Johannes 3, 3 spricht JESUS zu dem gelehrten Pharisäer Nikodemus von einer Neugeburt (griech. auch Neuzeugung) und der kluge Mann versteht es nicht.

Geheimnisse muss man zu erkennen versuchen und sie entfalten sich mehr und mehr.

3. Weise sein gegenüber den Menschen, die JESUS CHRISTUS noch nicht erkannt haben.

Das neue Leben mit CHRISTUS will gelebt werden.

Wir haben Aufgaben an unseren Mitmenschen. Was können wir tun? Was sollen wir sagen?

Eure Rede sei mit Salz gewürzt!“ Es geht also nicht um Oberflächlichkeiten, sondern um hilfreiches Aufmerken auf die Not des anderen, verstehen, ein gutes Wort sagen, trösten, vielleicht auch mitfreuen. Von Salz und Licht spricht Jesus einmal. Wir werden gebraucht, und wir dürfen uns von JESUS gebrauchen lassen.

Ursula Riepe

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Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 1, Vers 15 – 23

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 1, Vers 15 – 23

Es wurden verschiedene Schwerpunkte im Gespräch bedacht.

1. Christus, das Ebenbild Gottes.

Was ist ein Ebenbild? Körperliche und geistige Gleichheit. Gott ist Geist, dennoch heißt es, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf. Da gibt es Fragen.

Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10,30)

Wir lernen Jesus in den Evangelien kennen. So lernen wir auch Gott kennen.

2. Jesus Christus, der Sohn Gottes.

Im Psalm 2,7 wird uns gesagt:„Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

Gott spricht es zu seinem Sohn vor der Schaffung der Welt.

Menschen und Engel sind geschaffene Wesen. Menschen können Freunde oder Feinde Gottes sein.

Sie können noch mehr sein: Kinder Gottes durch den Glauben und das Geschenk der Wiedergeburt.

(Joh. 3,3 uns 1. Joh.3,1)

3. Durch Jesus ist alles (das All) geschaffen.

Das meint die fernsten Sterne bis hin zu den unbekannten Tiefen der Meere mit ihren z.T. skurrilen Geschöpfen.

Die Schöpferkraft Jesu ist allumfassend. „Am Anfang war das Wort“ (Joh. 1,1-3)

Gott sprach „Es werde Licht!“ (1.Mose 1,3.)

Da ist nicht das Sonnenlicht gemeint, sondern vielmehr Energie, Dynamik.

Gott hat am ersten Schöpfungstag die allgemeine Strahlung, die Grundlage aller Materie, ins Leben gerufen. Materie ist nicht, Materie geschieht.

4. Die Gemeinde, der Leib Christi

Es ist eine unsichtbar Wirklichkeit, die an Christus Glaubenden bilden mit ihm eine Einheit, eine tiefe innere Verbindung. Sie sind Beauftrage für die Welt, die ihre Kraft, ihre Impulse aus der Nähe Jesu nehmen.

5. Er machte Frieden durch sein Blut am Kreuz.

Die Schuldfrage des Menschen wurde durch Jesus geklärt. Der gerechte Gott versöhnte die Welt mit sich (2. Kor. 5,10). Er war nicht unser Feind, die Initiative der Versöhnung ging von ihm aus.

Während auf der Offenbarungsstufe des Alten Testamentes Gesetz und Strafe die Richtschnur waren – auch wenn Gott immer wieder seine Liebe durchblicken ließ – dürfen wir seit Tod und Auferstehung Jesu als Befreite leben, Gnade annehmen .

Das Gesetz sagt: Tue, so wirst du leben (streng dich an, um Gott zu gefallen, ihm recht zu sein)

Die Gnade sagt: Lebe und Du wirst tun (Lebe mit Gott, er will Dich verändern, Dein Denken, Wollen, Tun)

6. Gott verändert uns, wenn wir mit ihm leben.

Das geschieht nicht von heute auf morgen. Es dauert letztlich ein ganzes Leben lang. Ein Wort, das vielleicht einiges erklärt: (Zitat unbek. Verf.) „Ich bat um Liebe und Gott schickte mir schwierige Menschen, damit ich das Lieben lerne.“

Gottes Wege mit denen, die sich ihm anvertraut haben, ist nicht immer einfach. Es kann durch manche Nöte gehen. Aber wir sind nie allein. Und wir sind dennoch geliebt. Und wir haben eine – wie Petrus schreibt (1.Petr. 1, 3) „lebendige Hoffnung“.

Wir sind diesem Leben und den mancherlei Nöten nicht hilflos preisgegeben. Wir haben einen Vater im Himmel, der ein Ziel für uns hat und uns auf dem Weg begleitet.

Ursula Riepe

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