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Ein wunderbares Ende

Ein wunderbares Ende

Im letzten Vierteljahr haben wir die sog. Vätergeschichten im 1. Buch Mose ab Kapitel 12 gelesen und uns darüber Gedanken gemacht.

„Vätergeschichten“, damit sind die Väter des Volkes Israel gemeint. Mit ihnen fing die Geschichte des erwählten Volkes Gottes an.

Abraham war der erste. Ihn rief Gott aus seiner heidnische Umgebung heraus , schickte ihn in ein unbekanntes Land und versprach ihm, dass durch ihn und seine Nachkommen alle Völker der Erde gesegnet sein würden.

Der Weg mit Gott brachte Abraham immer neue Herausforderungen, brachte Versagen, aber zeigte auch die Treue Gottes mit immer neuer Durchhilfe.

Isaak war der Sohn, der Erbe, auch ihm galt die Verheißung, Teilhaber der Segenslinie Gottes zu sein.

Jakob, der 3. in der Reihe, ist menschlich nicht unbedingt ein Vorbild. Er betrügt seinen Bruder schmählich zweimal.

Gottes Erziehung bedingt, dass er auch betrogen wird. Er muss viel lernen.

Seine 12 Söhne machen ihm manchen Kummer.

Es ist eine Familie mit mancherlei schlimmem Versagen. Eine schwierige Familie.

Das Schlimmste, das Jakob mit seinen Söhnen erleben muss, ist aber wohl, dass seine anderen Söhne den Lieblingssohn Josef als Sklaven nach Ägypten verkaufen, dem Vater aber sagen, Josef sei tot, ein wildes Tier habe ihn gefressen.

Diesen Schmerz wird Jakob nicht los.

Aber – Josef ist ja nicht tot. Nach Sklaverei und jahrelanger Gefängnisnot wird er durch wunderbare Führungen Gottes 1. Minister des Pharao und darf sowohl das Volk der Ägypter als auch seine Verwandten vor dem Hungertod retten.

Die Brüder kommen Hilfe suchend zu Josef. Der mächtige Mann gibt sich als ihr Bruder zu erkennen. Er siedelt sie mit ihren Familien in Ägypten an.

Der alte Vater wird nachgeholt und erkennt beglückt seinen tot geglaubten Sohn.

Und nun das große wunderbare Ende der Geschichte Josefs:

Als der Vater tot ist, haben die Brüder Angst vor Strafe durch ihren mächtigen Bruder.

Aber er reagiert anders als sie befürchteten.

„Bin ich denn Gott“? hören sie ihn sagen. Und: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte, es gut zu machen!“(1. Mose 50, 20)

Keine Vorwürfe mehr, keine Strafe,

große Vergebung, völliges Verzeihen.

Neuanfang in Frieden.

Am Bilde des Josef sehen wir die Liebe Jesu. Mit seiner Vergebung dürfen die rechnen, die sich an ihn wenden, die ihm glauben und sich ihm anvertrauen.

„So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christ Jesu sind“ (Rö. 8,1)

„In“ Jesus heißt es allerdings, und das meint eine tiefe Bindung, die mehr ist als eine nur oberflächliche Beziehung.

In den nächsten Wochen wollen wir beim Lesen ausgewählter Kapitel aus dem Johannesevangelium Jesus näher kennenlernen.

Wir laden herzlich dazu ein.