Schlagwort-Archiv: Bibelstunde

Gedanken zum Philipperbrief

Dortmund-Asseln, 22.09. 2015

Philipper 3,17 bis 4,23

Ein paar Gedanken aus unserem Bibelgesprächskreis zu Abschluss des Philipperbriefes:

Philipperbrief: Brief aus dem Gefängnis, aus Not, Mangel und Enge und doch ein Freudenbrief?

Ja, Paulus kann von Freude schreiben, die in ihm ist, großer und starker Freude.

Wie kann das sein?

Jesus Christus ist bei ihm.

Und so wie er durch die Verbindung mit Jesus immer wieder gestärkt wird, wünscht er das für seine Mitchristen, die Mitglieder der Gemeinde in Philippi.

Aber er muss tadeln. Viele führen, wie er urteilt, ihr Leben als Feinde Christi. Sie leben irdisch, weltlich. Reichtum, Ehre ist für sie wichtig, Vergnügen, Wohlleben. „Ihr Gott ist ihr Bauch“ sagt Paulus.

Er sagt seinen „Leuten“: „Unser Bürgerrecht ist im Himmel“.

Das meint, dass diejenigen, die wirklich entschieden und entschlossen hier auf der Erde schon mit Jesus leben, eine große Verheißung haben. Für sie ist wirklich schon ein fester Platz in der Himmelswelt quasi reserviert. Sie gehören schon dazu, zum Himmel, weil sie zu Gott gehören und weil sie Jesus Christus gehören.

Werdet meine „Mit-nachahmer“ sagt Paulus. Nicht einfach nur Nachahmer, wie es in etlichen Übersetzungen steht, sondern Menschen, die mit Paulus zusammen Jesus nachfolgen und dabei ihn als Vorbild haben.

Paulus hat andere Werte als irdische Wohlergehen. Ob reich oder arm, hungrig oder satt, schöne Wohnung oder einfache Hütte, er ist in jeder Situation zufrieden. Alles andere ist zweitrangig gegenüber der Freude, die ihm die Nähe Jesu schenkt.

Und letztlich ist es ja Gott, der um seine jeweilige Situation weiß und ihm immer wieder geholfen hat und auch weiter helfen wird.

Mein Gott wird all eure Notdurft entsprechend seinem Reichtum und seiner Herrlichkeit ausfüllen

(4,19 frei übersetzt)

Das ist es. Das gibt Ruhe und Freude.

So zu leben ist natürlich ein Lernprozess. Niemand kann es sofort. Niemand kann es aus sich heraus.

Gott aber kann. Und er erwartet nie etwas von uns, wozu er nicht auch die Kraft gibt.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist“, so schließt Paulus seinen Brief (Phil. 4,23). Mit „Gnade“ hat der Brief angefangen (Phil. 1,2) mit „Gnade“ hört er auf.

Kein eigenes Verdienst brauchen wir Gott zu bringen, sondern ganz einfach seine Gnade, Vergebung, annehmen, uns beschenken lassen – und ihn in unserm Leben der Mittelpunkt sein lassen – mit seiner Hilfe.

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Wollen Sie an unseren Gesprächen über die Bibel teilnehmen?

Wir kommen jeden Dienstag zusammen.

Ab 10 Uhr können sie mit uns Kaffee trinken, ab 11 Uhr wird „gearbeitet“.

Da sprechen wir dann über biblische Themen, in den nächsten Wochen über die Psalmen, Lieder Israels.

Ursula Riepe

Text zum Download:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2015_09_22_bibelgespraechskreis_riepe.pdf

Ein wunderbares Ende

Ein wunderbares Ende

Im letzten Vierteljahr haben wir die sog. Vätergeschichten im 1. Buch Mose ab Kapitel 12 gelesen und uns darüber Gedanken gemacht.

„Vätergeschichten“, damit sind die Väter des Volkes Israel gemeint. Mit ihnen fing die Geschichte des erwählten Volkes Gottes an.

Abraham war der erste. Ihn rief Gott aus seiner heidnische Umgebung heraus , schickte ihn in ein unbekanntes Land und versprach ihm, dass durch ihn und seine Nachkommen alle Völker der Erde gesegnet sein würden.

Der Weg mit Gott brachte Abraham immer neue Herausforderungen, brachte Versagen, aber zeigte auch die Treue Gottes mit immer neuer Durchhilfe.

Isaak war der Sohn, der Erbe, auch ihm galt die Verheißung, Teilhaber der Segenslinie Gottes zu sein.

Jakob, der 3. in der Reihe, ist menschlich nicht unbedingt ein Vorbild. Er betrügt seinen Bruder schmählich zweimal.

Gottes Erziehung bedingt, dass er auch betrogen wird. Er muss viel lernen.

Seine 12 Söhne machen ihm manchen Kummer.

Es ist eine Familie mit mancherlei schlimmem Versagen. Eine schwierige Familie.

Das Schlimmste, das Jakob mit seinen Söhnen erleben muss, ist aber wohl, dass seine anderen Söhne den Lieblingssohn Josef als Sklaven nach Ägypten verkaufen, dem Vater aber sagen, Josef sei tot, ein wildes Tier habe ihn gefressen.

Diesen Schmerz wird Jakob nicht los.

Aber – Josef ist ja nicht tot. Nach Sklaverei und jahrelanger Gefängnisnot wird er durch wunderbare Führungen Gottes 1. Minister des Pharao und darf sowohl das Volk der Ägypter als auch seine Verwandten vor dem Hungertod retten.

Die Brüder kommen Hilfe suchend zu Josef. Der mächtige Mann gibt sich als ihr Bruder zu erkennen. Er siedelt sie mit ihren Familien in Ägypten an.

Der alte Vater wird nachgeholt und erkennt beglückt seinen tot geglaubten Sohn.

Und nun das große wunderbare Ende der Geschichte Josefs:

Als der Vater tot ist, haben die Brüder Angst vor Strafe durch ihren mächtigen Bruder.

Aber er reagiert anders als sie befürchteten.

„Bin ich denn Gott“? hören sie ihn sagen. Und: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte, es gut zu machen!“(1. Mose 50, 20)

Keine Vorwürfe mehr, keine Strafe,

große Vergebung, völliges Verzeihen.

Neuanfang in Frieden.

Am Bilde des Josef sehen wir die Liebe Jesu. Mit seiner Vergebung dürfen die rechnen, die sich an ihn wenden, die ihm glauben und sich ihm anvertrauen.

„So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christ Jesu sind“ (Rö. 8,1)

„In“ Jesus heißt es allerdings, und das meint eine tiefe Bindung, die mehr ist als eine nur oberflächliche Beziehung.

In den nächsten Wochen wollen wir beim Lesen ausgewählter Kapitel aus dem Johannesevangelium Jesus näher kennenlernen.

Wir laden herzlich dazu ein.

Einladung zur Bibelstunde: Josef-Betrachtung wird fortgesetzt

Nachdem wir uns mit Abraham beschäftigt haben, befassen wir uns bereits seit einiger Zeit mit Josef.

Morgen (Dienstag, 29.07.2014, ab 10:30 Uhr) werden wir Punkt 6

„Not erreicht die Brüder“ behandeln:
Bibelstellen: Ab 1. mose 37:

Vom Liebling des Vaters zum Werkzeug Gottes

1. Josef – ein bunter Rock und Träume

2. Weg mit dem Träumer!

3. Von der Grube zum Kämmerer des Pharao

4. Versuchung und wieder Träume – wo führt das hin?

5. Der Gefangene wird zum Ratgeber des Königs

6. Not erreicht die Brüder

7. Erziehungswege

8. Eine wunderbare Versöhnung!

9. Vater Jakob – Freude, Segen und friedevoller Tod

Wir freuen uns über Gäste!

Neuer Gemeindeflyer zum Download & aktuelle Gemeindeveranstaltungen

Der aktualisierte Gemeinde-Flyer steht zum Download für Sie hier (als Pdf-Datei) hier bereit, beachten Sie bitte die geänderten Termine zu unseren Gemeindeveranstaltungen, vielen Dank!

Gemeinde-Flyer: http://asselner.gemeinde-inter.net/gemeinde-flyer/

Hier ein Überblick über unsere regelmäßigen Gemeindeveranstaltungen (Stand 2014):

http://asselner.gemeinde-inter.net/regelmasige-gemeinde-veranstaltungen/

Wir freuen uns über Gäste – Urlauberinnen und Urlauber sind herzlich willkommen!

Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Erika Ströver (e-Mail: e_stroever@web.de oder per Telefon: 0231 – 27 86 45) oder an Silvio Ströver (per e-Mail: s.stroever@web.de).

Einladung zur Bibelstunde

Dienstags 10.30 Uhr:
Kaffee / Tee / Gespräch

ab 11.00 Uhr:
Abraham, Vater des Glaubens“
a. Anfang eines neuen Lebens mit Gott
b. Niederlagen Abrahams – Gottes Treue
c. Fehler, trotz Glauben
d. Das verheißene Erbe, Gott hält sein Versprechen.
e. Sieg des Vertrauens in der größten Versuchung.
f. Mit Gott zum Ziel!

Ansprechpartnerin: Erika Ströver /  e_stroever@web.de

Apostelgeschichte 4, 1 – 5,11: Die junge Gemeinde in äußeren und inneren Nöten.

Bibelgesprächskreis

Apostelgeschichte 4, 1 – 5,11

Thema: Die junge Gemeinde in äußeren und inneren Nöten.

Dortmund-Asseln, Juni 2012

A. Verfolgung und Bedrohung (Apg. 4,1 – 4,31)

Das Thema unseres letzten Bibelgespräches (siehe auch: http://asselner.gemeinde-inter.net/2012/05/22/apostelgeschichte-3-1-26-die-heilung-des-gelaehmten) war das Wunder an einem Mann, 40 Jahre alt, der von Mutterleibe an gelähmt gewesen war. Petrus und Johannes begegneten ihm an der sog. „schönen“ Tür des Tempels und Petrus durfte ihn in apostolischer Vollmacht heilen.

Der Gelähmte ist geheilt, aber nun geht Verfolgung los.

Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen“, hat Jesus schon in Joh.15, 20 zu seinen Jüngern gesagt. Das müssen Petrus und Johannes nun erfahren.

Der Tempelhauptmann, die Priester und Sadduzäer treten vor und stecken sie über Nacht ins Gefängnis.

Es ist ja für diese Oberen des jüdischen Volkes eine unerhörte Herausforderung, aus dem Munde der Apostel immer wieder zu hören: „Jesus ist der verheißene Messias, er ist wirklich auferstanden, er ist der, von dem schon die Propheten gesagt haben.“ Und auch: „In seinem Namen ist das Wunder an dem Gelähmten geschehen.“

Unter Drohen verbietet man Petrus und Johannes, weiter von Jesus zu reden und zu lehren. Petrus und Johannes aber antworten: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott? Wir können`s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apg. 4, 19 u. 20)

Die Oberen der Juden lassen sie gehen

Die junge Gemeinde ist in einer Notsituation.

Da kann nur Gott helfen.

Petrus und Johannes und die, die ihnen nahe stehen, kommen zum Gebet zusammen.

Und es fällt ihnen der zweite Psalm ein, den David ca. 1000 Jahre vorher geschrieben hat und der eben solch eine Situation anspricht. In Anlehnung daran sprechen sie die betreffenden Verse vor Gott aus mit der dringenden Bitte um seine Hilfe (Ps. 2, 1. u. 2):

Warum toben die Heiden und die Völker nehmen sich vor, was umsonst ist? Die Könige der Erde treten zusammen und die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Gesalbten.“ (Mit „Heiden“ sind sicherlich die Römer gemeint, bei „Völker“ ist wohl an die verschiedenen Völkerschaften Israels zu denken, Könige und Fürsten sind die jeweils Oberen)

Und weiter rufen sie:

Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels. …. Und nun, Herr, sieh ihr Drohen an und gib deinen Knechten mit aller Freimut zu reden dein Wort. Strecke deine Hand aus, dass Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.“ (Apg. 4, 27-30)

Die Stätte bebte, heißt es, und sie wurden mit Heiligem Geist erfüllt und redeten mit Freimut das Wort von Jesus. Wie wir später hören, bestätigte Gott auch durch Wunder und Zeichen weiter ihren Dienst.

B. Heuchelei in der Gemeinde (Apg.4,32 – 5,11)

Die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele“, heißt es Apg. 4,32.

Es war niemand mehr unter ihnen, der Not litt. Sie teilten ihren Besitz, verkauften sogar Äcker um einander zu helfen. Das erlöste Geld brachten sie den Aposteln, die es verwalteten.

Ananias und Saphira hatten auch einen Acker verkauft und brachten Geld zu den Aposteln. Es war nicht der ganze Betrag, sie gaben aber vor, es sei alles, was sie erhalten hätten. Petrus durchschaute den Betrug, die Heuchelei. „Ihr hättet doch einen Teil behalten können,“ sagte er. „So habt ihr Gott und den Heiligen Geist belogen.“

Zuerst ist es Ananias, dann Saphira, die so zu Petrus kommen. Beide fallen tot um.

Ist Gott so streng? So hart?

Wir sollten uns kein falsches Bild von Gott machen. Auch wenn Gott Liebe ist, gab es neben Heilungswundern schon immer Strafwunder Gottes. Und zur Vollmacht der Apostel gehörte auch Gemeindezucht.

Zu bedenken ist allerdings auch, dass wir hier noch in der von Petrus in seiner Pfingstpredigt angesprochenen pfingstlichen Phase sind, einer Vorwegnahme der bei Joel 3 angekündigten Zeit mit ihren Wundern und Zeichen – und Gerichten.

Nach dem Gesetz des Mose wurde jeder, der bewusst und willentlich sündigte, streng bestraft und aus dem Volke ausgerottet. Ähnlich strenge Gesetze wird es im sog. tausenjährigen Reich nach dem Wiederkommen Jesu geben. Satan ist gebunden, er kann die Menschen nicht mehr verführen. Es ist Friede und Sicherheit ringsum, das Land ist fruchtbar und bringt reiche Ernte, ein idealer Zustand. Aber leider ist damit das menschliche Herz nicht geändert. Selbst unter diesen gut geordneten Umständen geschieht noch Sünde. Es war wohl Karl Marx, der meinte, dass man nur die Umstände ändern müsse, damit die Menschen anders würden. Hier wird uns gezeigt, dass das menschliche Herz dasselbe bleibt, es sei denn, Jesus verändert es durch den Heiligen Geist zu einem neuen Denken, Fühlen, Wollen.

So werden in dieser Vorschattung des kommenden Königreiches die dann geltenden Gesetze an Ananias und Saphira zur Anwendung gebracht.

Aus der Bibel wissen wir nun weiter, dass am Ende dieser heilsgeschichtlichen Phase Satan noch einmal losgelassen wird und dass es ihm wieder gelingt, ganze Völkerschaften zu verführen. Aber es fällt Feuer vom Himmel und die Feinde Gottes werden vernichtet. „Es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie.“ (Offb. 20,9)

Aber Gottes Wege enden nie bei Gericht. Wie sagte einmal jemand:

Gottes Zorn ist die Temperatur seiner Liebe.“

Seine Wege mit der Menschheit haben ein Ziel.

Paulus sagt es uns in Rö. 11, 36:

Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.“ Oder

Gott wird alles in allem sein.“ (1. Kor.15,28)

Ursula Riepe

Ursula Riepe

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Diesen Text können Sie sich wie üblich auch gerne als Pdf-Datei hier herunterladen:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2012_06_11_bibelgespraechskreis_riepe.pdf

Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 2, Vers 1- 11 und Kapitel 2, Vers 12 – 18

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Philipper,

Kapitel 2, Vers 1- 11 und Kapitel 2, Vers 12 – 18

Einige Punkte der letzten 2 Bibelstunden, die hier nicht ausführlich besprochen werden können, die aber Anregungen zu Weiterdenken geben wollen.

1. „ Die Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus (war)“.

Wie war Jesus Christus gesinnt?

Antworten finden wir bei Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, den sog. 4 Evangelisten, die über die Jahre des öffentlichen Wirkens Jesu in Israel geschrieben haben. Wir hören von seiner Liebe, Weisheit, Güte und Barmherzigkeit. Er war den Menschen nahe, verstand sie und half ihnen, wo er konnte.

Können wir diese Gesinnung auch haben? Wie sieht es bei uns im Herzen oft aus? Da ist wohl niemand, der sagen kann: „Ich bin so, wie ich sein sollte“.

Paulus zeigt uns in seinen Briefen einen Weg, Jesus ähnlich zu werden, wachstümlich zu einem neuen Denken und Tun zu kommen.

2. Brief an die Korinther Kap. 5,Vers 17: „Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“.

Das bereits früher erwähnte Bild von Raupe und Schmetterling zeigt beispielhaft die Veränderung , wie sie durch eine Anbindung an Jesus Christus geschieht.

Auch der Brief an die Galater kann weiterhelfen. In Kap. 5, Vers 22 schreibt Paulus von den Früchten, die im Leben eines Menschen geschehen, der sich auf Jesus ganz einlässt und vom Heiligen Geist geleitet wird: „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“. Früchte werden geschenkt. Die Äpfel am Baum lässt ein Höherer wachsen, Frucht des Heiligen Geistes, des Lebens mit Jesus, ist Geschenk bzw. darf erbeten werden.

2. der sog. Christushymnus

Hier wird uns die ganze Größe Jesu vor Augen gestellt. Luther hat diese Worte beeindruckend übersetzt:

„Er, der in göttlicher Gestalt war,
hielt es nicht für einen Raub.
Gott gleich zu sein,
sondern er entäußerte sich selbst
und nahm Knechtsgestalt an,
ward den Menschen gleich
und der Erscheinung nach
als Mensch erkannt.
Er erniedrigte sich selbst
und ward gehorsam bis zum Tode,
ja zum Tode am Kreuz.
Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben,
der über alle Namen ist,
dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen
aller derer Knie,
die im Himmel und auf Erden
und unter der Erde sind
und alle Zungen bekennen (huldigen, preisen) sollen
dass Jesus Christus der Herr ist
zur Ehre Gottes, des Vaters“.

Diese Verse sprechen eigentlich für sich. Wie gewaltig ist es, dass der Sohn Gottes sich so erniedrigt, dass er in unsere Menschengestalt und Menschenwelt kommt und für uns sich an das Kreuz schlagen lässt und einen qualvollen Tod stirbt!

Aber – die Geschichte geht weiter. Er ist auferstanden. Er lebt. Er kümmert sich um uns. Er ruft und führt und lehrt uns.

Und das Ziel ist die lobende Anbetung aller Menschen aller Zeiten.

Das hier gebrauchte griechische Wort für „bekennen, preisen“ ist das gleiche, das Jesus in Matthäus 11, 25 gebraucht, als er seinen Vater freudig dankt , dass gerade schwache, unbedeutende Menschen seine Botschaft verstehen dürfen.

3. „Arbeitet an der Vollendung Eurer Errettung mit Furcht und Zittern! Gott ist es ja, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu (seinem) Wohlgefallen.“

Wie soll ich das verstehen? Das ist doch paradox, unlogisch!

Wie auch andere Bibelstellen zeigen, geht es zuerst einmal um die nötige Ehrfurcht Gott, dem Höchsten, gegenüber, dazu um ganzen Einsatz, ganze Hingabe. Das Zittern ist möglicherweise eine bildhafte Formel um den Ernst der Aussage zu unterstreichen. Wenn man allerdings an das Buch der Offenbarung herangeht und die dort angekündigten Gerichte liest, ist Zittern durchaus angesagt.

Andererseits wird das Wirken Gottes betont. „Du musst ziehen, mein Bemühen ist zu mangelhaft.“ heißt es in einem Gesangbuchlied. Wir sind gerufen, der Anfang liegt immer bei Gott. Wir erkennen gewöhnlich erst im Laufe der Jahre, dass wir letztlich nur Beschenkte sind, dass Gott es war, der uns fähig und willig machte, ihn bzw. Jesus in unser Leben aufzunehmen. Und Gott wirkt weiter in unser Leben hinein, er gestaltet es neu und führt uns am Ende dahin, dass wir seinen Willen gerne tun.

Nur so können wir auch die Ermahnungen verstehen, die nun folgen: „Tut alles ohne Murren und Zweifelsgedanken, damit ihr (Menschen) werdet ohne Tadel und ohne Falsch, Kinder Gottes ohne Fehl und Makel inmitten verdrehter und verkehrter Zeitgenossen, unter denen ihr leuchtet wie Himmelskörper in der Welt.“

Christsein ist Wachsen und Werden. Wir brauchen dazu allerdings Nahrung. Die finden wir in der Bibel, im Gebet, im Lernen mit anderen Christen bei Predigt und Gespräch. Und was kann es Schöneres geben, dass wir ein Licht sein dürfen für Menschen in ihrer wie auch immer gearteten Lebensnot.

Paulus gibt Ermahnung, aber er zeigt gleichzeitig stets auf, dass die Erfüllungskraft in Jesus liegt. Und doch spricht er auch von seinem Mühen. Er freut sich, dass er an den Philipperchristen sehen kann, dass es nicht vergeblich gewesen ist. Es stärkt ihn auf dem Wege, der – er ahnt es – zum Märtyrertod führt.

Die Bibelzitate sind entnommen:

Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers revidierte Fassung 1984,

Neues Testament übersetzt und erklärt von Heinz Schumacher Hänssler Verlag 2002

Ursula Riepe

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Diesen Text können Sie sich wieder gerne in Form einer Pdf-Datei downloaden:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_04_26_bibelgespraechskreis_riepe.pdf

Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 4, Vers 2 – 6

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 4, Vers 2 – 6

Seid beharrlich im Gebet

und wacht in IHM mit Danksagung!

Betet zugleich auch für uns,

dass GOTT uns eine Tür für das Wort auftue

und wir das Geheimnis CHRISTI sagen können,

um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,

damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.

Verhaltet euch weise gegenüber denen,

Die draußen sind, und kauft die Zeit aus.

Eure Rede sei allezeit freundlich

Und mit Salz gewürzt,

dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.

Aus der Bibel, Kolosser 4, 2 – 6

Am Ende dieses beeindruckenden Briefes, der die Größe JESU CHRISTI eindringlich betont, beschäftigen wir uns mit den letzten u.E. wichtigen Aussagen:

1. „Seid beharrlich im Gebet „.

Beharrlich heißt ausdauernd. Wir dürfen immer wieder mit derselben Not zu Gott kommen, dürfen IHM „in den Ohren liegen“, allerdings bleibt ER der letztlich Entscheidende. Über unserem Willen und Verlangen und Flehen steht doch SEIN Wille und SEINE Verantwortung.

Von „Danksagung“ ist dabei bei Paulus die Rede. Kann man von Danksagung reden, wenn man von Erdbeben, Tsunami, Kernschmelze hört?

Vielleicht muss man GOTT näher kennenlernen, um dennoch nicht das Vertrauen in SEINE Weisheit zu verlieren. Ein Hiob konnte sagen „Ich weiß, dass mein ERSTATTER (ERLÖSER) lebt.“ (Hiob 19,25)

Das Gebet des Paulus betraf noch etwas anderes. Er mahnt an, dafür zu beten, dass GOTT „eine Tür des Wortes auftue“. Was ist gemeint? Einmal wohl, dass die gute Nachricht von JESUS CHRISTUS, dem HEILAND und RETTER aller Menschen, immer weiter ausgebreitet werden kann, zum anderen aber, dass die Menschen, die sie hören, sie auch aufnehmen, verstehen bzw. verstehen wollen. Dass GOTT sie innerlich bereit macht.

2. „Das Geheimnis CHRISTI erkennen“

In der Tat ist um die Person JESU CHRISTI manches schwer zu verstehen. Ist er wirklich GOTTES Sohn? Oder doch erst in der Taufe von GOTT zu seinem Sohn mit Spezialauftrag erklärt und berufen worden? Wie kann jemand für die Schuld der ganzen Welt sterben und damit eine Rechtfertigung vor dem heiligen GOTT erwirken?

Da gibt es viele Fragen.

Für Paulus sind das allerdings keine Fragen mehr. Es geht um mehr:

In den vorhergehenden Versen des Briefe wird uns Tieferes vermittelt:

Durch den Glauben (das meint hier, sich IHM anvertrauen) kommen wir in eine andere Lebenswirklichkeit hinein. Wir sind „in CHRISTUS“ und damit quasi eine Neuschöpfung

(2. Korinther 5, 17).

Vielleicht kann man da an Raupe und Schmetterling denken. Die Raupe lebt völlig anders und hat total andere Bedürfnisse als nachher der Schmetterling. Und doch kommt der eine aus dem anderen.

In Johannes 3, 3 spricht JESUS zu dem gelehrten Pharisäer Nikodemus von einer Neugeburt (griech. auch Neuzeugung) und der kluge Mann versteht es nicht.

Geheimnisse muss man zu erkennen versuchen und sie entfalten sich mehr und mehr.

3. Weise sein gegenüber den Menschen, die JESUS CHRISTUS noch nicht erkannt haben.

Das neue Leben mit CHRISTUS will gelebt werden.

Wir haben Aufgaben an unseren Mitmenschen. Was können wir tun? Was sollen wir sagen?

Eure Rede sei mit Salz gewürzt!“ Es geht also nicht um Oberflächlichkeiten, sondern um hilfreiches Aufmerken auf die Not des anderen, verstehen, ein gutes Wort sagen, trösten, vielleicht auch mitfreuen. Von Salz und Licht spricht Jesus einmal. Wir werden gebraucht, und wir dürfen uns von JESUS gebrauchen lassen.

Ursula Riepe

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Diesen Text können Sie sich auch gerne in Form einer Pdf-Datei downloaden:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_03_16_bibelgespraechskreis_riepe.pdf

Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 1, Vers 15 – 23

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 1, Vers 15 – 23

Es wurden verschiedene Schwerpunkte im Gespräch bedacht.

1. Christus, das Ebenbild Gottes.

Was ist ein Ebenbild? Körperliche und geistige Gleichheit. Gott ist Geist, dennoch heißt es, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf. Da gibt es Fragen.

Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10,30)

Wir lernen Jesus in den Evangelien kennen. So lernen wir auch Gott kennen.

2. Jesus Christus, der Sohn Gottes.

Im Psalm 2,7 wird uns gesagt:„Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

Gott spricht es zu seinem Sohn vor der Schaffung der Welt.

Menschen und Engel sind geschaffene Wesen. Menschen können Freunde oder Feinde Gottes sein.

Sie können noch mehr sein: Kinder Gottes durch den Glauben und das Geschenk der Wiedergeburt.

(Joh. 3,3 uns 1. Joh.3,1)

3. Durch Jesus ist alles (das All) geschaffen.

Das meint die fernsten Sterne bis hin zu den unbekannten Tiefen der Meere mit ihren z.T. skurrilen Geschöpfen.

Die Schöpferkraft Jesu ist allumfassend. „Am Anfang war das Wort“ (Joh. 1,1-3)

Gott sprach „Es werde Licht!“ (1.Mose 1,3.)

Da ist nicht das Sonnenlicht gemeint, sondern vielmehr Energie, Dynamik.

Gott hat am ersten Schöpfungstag die allgemeine Strahlung, die Grundlage aller Materie, ins Leben gerufen. Materie ist nicht, Materie geschieht.

4. Die Gemeinde, der Leib Christi

Es ist eine unsichtbar Wirklichkeit, die an Christus Glaubenden bilden mit ihm eine Einheit, eine tiefe innere Verbindung. Sie sind Beauftrage für die Welt, die ihre Kraft, ihre Impulse aus der Nähe Jesu nehmen.

5. Er machte Frieden durch sein Blut am Kreuz.

Die Schuldfrage des Menschen wurde durch Jesus geklärt. Der gerechte Gott versöhnte die Welt mit sich (2. Kor. 5,10). Er war nicht unser Feind, die Initiative der Versöhnung ging von ihm aus.

Während auf der Offenbarungsstufe des Alten Testamentes Gesetz und Strafe die Richtschnur waren – auch wenn Gott immer wieder seine Liebe durchblicken ließ – dürfen wir seit Tod und Auferstehung Jesu als Befreite leben, Gnade annehmen .

Das Gesetz sagt: Tue, so wirst du leben (streng dich an, um Gott zu gefallen, ihm recht zu sein)

Die Gnade sagt: Lebe und Du wirst tun (Lebe mit Gott, er will Dich verändern, Dein Denken, Wollen, Tun)

6. Gott verändert uns, wenn wir mit ihm leben.

Das geschieht nicht von heute auf morgen. Es dauert letztlich ein ganzes Leben lang. Ein Wort, das vielleicht einiges erklärt: (Zitat unbek. Verf.) „Ich bat um Liebe und Gott schickte mir schwierige Menschen, damit ich das Lieben lerne.“

Gottes Wege mit denen, die sich ihm anvertraut haben, ist nicht immer einfach. Es kann durch manche Nöte gehen. Aber wir sind nie allein. Und wir sind dennoch geliebt. Und wir haben eine – wie Petrus schreibt (1.Petr. 1, 3) „lebendige Hoffnung“.

Wir sind diesem Leben und den mancherlei Nöten nicht hilflos preisgegeben. Wir haben einen Vater im Himmel, der ein Ziel für uns hat und uns auf dem Weg begleitet.

Ursula Riepe

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Diesen Text können Sie sich gerne hier noch einmal downloaden:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_01_18_bibelgespraechskreis_riepe.pdf