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Neuer Gemeindeflyer zum Download & aktuelle Gemeindeveranstaltungen

Der aktualisierte Gemeinde-Flyer steht zum Download für Sie hier (als Pdf-Datei) hier bereit, beachten Sie bitte die geänderten Termine zu unseren Gemeindeveranstaltungen, vielen Dank!

Gemeinde-Flyer: http://asselner.gemeinde-inter.net/gemeinde-flyer/

Hier ein Überblick über unsere regelmäßigen Gemeindeveranstaltungen (Stand 2014):

http://asselner.gemeinde-inter.net/regelmasige-gemeinde-veranstaltungen/

Wir freuen uns über Gäste – Urlauberinnen und Urlauber sind herzlich willkommen!

Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Erika Ströver (e-Mail: e_stroever@web.de oder per Telefon: 0231 – 27 86 45) oder an Silvio Ströver (per e-Mail: s.stroever@web.de).

Ein gutes neues Jahr 2013!

Wir grüßen Sie mit der Jahreslosung für 2013 und wünschen Ihnen Gottes Segen für das neue, anstehende Jahr!

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Zitiert aus der Bibel, Neues Testament, Hebräer 13,14

Ihnen ein gesegnetes neues Jahr 2012!

Ihnen ein gesegnetes neues Jahr 2013!

Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 1, Vers 12 bis 30

Bibelgesprächskreis

Thema: Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 1, Vers 12 bis 30

Wem viel vergeben wurde, der liebt viel“ bzw.

wenn nur das Evangelium gefördert wird!“

Wenn nur das Evangelium gefördert wird“, so schreibt Paulus an die Gemeinde in Philippi wahrscheinlich aus seiner ersten Gefangenschaft in Rom etwa um das Jahr 60 nach Christi Geburt.

Es war ein „gemäßigtes“ Gefängnis, in dem er sich befand. Er hatte eine eigene Wohnung, durfte Besucher empfangen, stand aber unter Bewachung römischer Soldaten. Er war nicht frei, nähere Umstände muss man vielleicht in der Zeitgeschichte suchen. Jedenfalls war er nicht in einem Luxushotel, ganz gewiss nicht.

Keine Klage steckt in seinem Brief, sondern er beginnt schon in den ersten Versen des Briefes mit Lob und Dank an Gott und Worten der Liebe für die Philipperchristen.

Und dann schreibt er eben die Worte, dass ihm alles nicht wichtig ist gegenüber der Tatsache, dass seine Bedrängnis der Verbreitung des Evangeliums nützlich ist.

Wie kann er so denken, woher hat er die Kraft? Er hat doch schon viel um seines Glaubens willen aushalten müssen! Im 2. Brief an die Christen in Korinth schreibt er Jahre früher, dass er u.a. 5 mal 39 Stockschläge bekommen hat (40 nach jüdischem Gesetz erlaubt, aber es durften nicht mehr sein, also gab es lieber einen weniger), mehrfach war er im Gefängnis, einmal wurde er sogar gesteinigt.

Und nun wieder Gefangenschaft und kein Wort der Klage ist zu hören. Er freut sich, dass durch sein Leiden das Evangelium gefördert wird. Menschen merken auf, Christen bekommen neuen Mut und die Botschaft des Evangeliums dringt sogar bis in den kaiserlichen Palast.

Wie war es denn in Deutschland zur Zeit Hitlers? Es gab eine Reihe von Menschen, die um ihres Glaubens willen ins Gefängnis kamen, gefoltert und getötet wurden. Der Name Bonhoeffer fällt u.a. ein. Er wurde noch in den letzten Tagen des Krieges im KZ ermordet. Seine Bücher aber rufen und rütteln bis heute auf und ermutigen zur Christus-Nachfolge. Und sein Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag…“ hat Eingang in viele Gesangbücher gefunden und hat schon vielen Menschen neue Kraft gegeben.


Wieder ein Blick auf Paulus – so wurde er als römischer Bürger genannt, Saulus war dagegen sein hebräischer Name: Wer war er eigentlich? Er war Jude und hatte der strengen Glaubensrichtung der Pharisäer gehört und mit großem Eifer diejenigen verfolgt, die nach seinem Kreuzestod und Auferstehung glaubten, dass Jesus wirklich der Christus war, der Messias, der seit hunderten von Jahren von einer Reihe von Propheten immer wieder dem jüdischen Volk angekündigt war als Heiland und Retter der Welt. Saulus glaubte, Gott einen Gefallen zu tun, wenn er diese – wie er meinte Abtrünnigen – vor ein jüdisches Gericht brächte. So hören wir, dass er dabei war, als Stephanus, einer der ersten Christusnachfolger, gesteinigt wurde.

Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn“ heißt es Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 9 „und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, wenn er sie dort fände, gefesselt nach Jerusalem führe“

Dann geschah etwas. Als er auf dem Wege war, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht und eine Stimme sprach zu ihm: „Saul(us), was verfolgst du m i c h ?“ Sofort merkte Saulus, wer da zu ihm sprach. Er erkannte zutiefst erschrocken, wie falsch sein bisheriges Denken gewesen war. Er hatte nicht nur die Jesusjünger sondern damit auch Jesus verfolgt.

Es waren Menschen da, die ihm weiterhalfen – er war von der Lichterscheinung blind geworden – nun lernte er mit dem Herzen, mit seinem ganzen Sein neu sehen und auch seine Augen wurden geheilt.

Wer viel gesündigt hat, der liebt viel“, so hörte ich vor Tagen einen Menschen sagen, der tief im Drogensumpf gesteckt hatte. Sein Leben schien verpfuscht. Durch Jesus und seine Hilfe, seine Vergebung, seine erneuernde Kraft, war er frei geworden zu einem sinnerfüllten Leben. Er sprach mit großer Freude und Dankbarkeit von dieser seiner Befreiung. Ihm war vergeben, er konnte neu beginnen.

Paulus wird ähnlich gefühlt haben. Sein Leben gehörte jetzt ganz Jesus. Dankbarkeit und Liebe füllten ihn aus. Sein eigenes Leben war ihm nicht mehr wichtig, Jesus war jetzt sein Herr, sein neuer „Chef“, für den er leben und kämpfen wollte

So kann er in dem o.a. Brief weiter schreiben: „Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise.“ Da waren doch wirklich Menschen, die von Jesus sprachen, predigten, aber es auf eine Weise taten, die Paulus als verletzend empfinden musste. Irgendwie spürte er böse Absicht, Neid und Eifersucht. Auch Christen können einander Not machen. Das sollte nicht sein, aber auch als Christ macht man schnell wieder Fehler und man braucht immer wieder Vergebung. Und man lernt. Paulus kann diese Leute ohne Verbitterung aushalten. Er hat Freunde, die für ihn beten und es geht um das Evangelium, Jesus wird bekannt.

Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn“ kann Paulus sagen. Das ist die Realität seines Lebens. Und so kann er erklären, dass er zwar gern schon bei Jesus wäre, aber um der vielen willen, denen er noch von Jesus sagen möchte, ist ihm auch das Leben eine gern angenommene Aufgabe.

Zum Schluss dieses Kapitels geht der Blick Paulus‘ noch einmal zur Gemeinde. Er ermahnt sie, für den Glauben des Evangeliums zu kämpfen und ruft sie auf, tapfer und ohne Angst zu sein, wenn auch sie um ihres Glaubens willen in Verfolgung und Bedrängnis geraten.

Euch wurde das Gnadengeschenk zuteil, für Christus da zu sein – nicht allein an ihn zu glauben sondern auch für ihn zu leiden“ (laut der „Schumacher“-Bibel-Übersetzung). Das mag hart klingen, aber sie wissen auch, dass sie dabei nicht allein sind, nie allein sind. Wie hat doch Jesus im Evangelium des Matthäus Kapitel 28, Vers 18 gesagt?

Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Das galt den Jüngern damals, das gilt den vielen verfolgten Christen unserer Zeit. Das gilt uns, in welcher Not wir uns auch befinden.

Ursula Riepe

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http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_04_05_bibelgespraechskreis_riepe.pdf