Bibelgesprächskreis: Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

05. Mai 2012

Da trat Petrus vor sie hin mit den Elfen und erhob seine Stimme…“

So beginnt unser Text und es heißt weiter: „Ihr jüdischen Männer und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das folgende sollt ihr wissen:…“

Und nun spricht Petrus das Geschehen an, das Brausen, die feurigen Zungen, die weiteren Wunder und Zeichen und erklärt es als eine Erfüllung der durch die Propheten über die Jahrhunderte dem Volke Israel gegebenen Verheißungen.

Ja, dem Volke Israel. Hier geschieht nicht die Gründung allgemein der christlichen Gemeinden weltweit, obwohl sie hier ihre Wurzeln hat, es ist zuerst einmal die Erfüllung der Verheißungen an Israel und das bezeichnenderweise an einem speziell jüdischen Fest (Fest der Wochen, 50 Tage nach Passah, Fest der Erstlinge der Ernte – hier Symbol für die erste Frucht der ersten Jesusgläubigen nach seinem Tod und seiner Auferstehung).

Jes. 44,3:

Denn ich werde Wasser gießen auf das Dürftige und auf das Trockene. Ich werde meinen Geist ausgießen auf deinen Samen und meinen Segen auf deine Sprößlinge.“

Hes. 36,27: „Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Innerstes geben.“

Petrus liest eine andere besonders prägnante Stelle vor, Joel 3, 1-5.

Da steht es, was an Wundern und Zeichen Israel geschenkt werden soll. Allerdings „danach“.

Wenn Prophetien geschehen bzw. geschahen, so gab und gibt es es Teil- und Vorerfüllungen. Schrittweise offenbart Gott oft erst seine Geheimnisse.

Danach“ meint sicher nach der Wiederannahme bzw. Wiederherstellung Israels. Sieht Petrus sie jetzt gegeben?

Zum einen verändert er den Joel-Text und sagt, Gott gibt v o n seinem Geist. Das ist Teilerfüllung.

Zum anderen erklärt er: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden, damit die Zeit der Erquickung komme vor dem Angesicht des Herrn“.

Mit Zeit der Erquickung kann in dem Zusammenhang nur die Wiederkunft des Messias gemeint sein und damit die Aufrichtung des von ihm bzw. den Propheten verheißenen Königreiches.

Jedenfalls ruft Petrus mit ganzem Ernst und Eifer zur Buße. Sie, die Juden, haben den ihnen von Gott verheißenen und gesandten Retter, Erlöser durch die Hände der Ungläubigen kreuzigen und töten lassen. Das ist große Schuld. Seine Anklagen sind ernst.

Aber Jesus ist auferstanden, er lebt. Man ziehe Konsequenzen.

Viele taten das. 3000 ließen sich an diesem Tage taufen und wurden „hinzugetan“ zur Schar der Jünger.

Es geschahen noch manche Aufbrüche des Glaubens, Gott ließ Wunder und Wunder geschehen, und doch -

ab Mitte der Apostelgeschichte erfahren wir, dass doch kein endgültiger Durchbruch geschehen ist.

Juden lehnen weiterhin ab. Von den Aposteln hören wir immer weniger, Gott beginnt ein neues Kapitel seiner Wege mit den Menschen.

Paulus tritt auf. Paulus als Sonderbeauftragter für die Nationen mit seiner ihm gegebenen Botschaft der totalen Gnade.

Beim Apostelkonzil hatten ihn die Leiter der Jerusalemer Gemeinde bestätigt, hatten seine Gnadenbotschaft anerkannt und ihm den Auftrag gegeben, zu den Nationen zu gehen .(Apostelgesch. 15 , Gal. 2,9)

Ohne des Gesetztes Werke, allein durch den Glauben“(Rö. 3, 28), war seine Botschaft an die Nationen, die Nichtjuden.

Israel wird noch einmal beiseite gestellt, bis…

ja, bis die von Gott bestimmte Zahl der „Heiden“ sich hat rufen lassen. (Rö. 11,25). Dann endlich wird Gott mit Israel neu beginnen und alle seine Pläne ausführen. Dann endlich wird „die Hütte Davids“ (Amos 9, 11) aufgebaut werden und Israel zum Segen für die Völker werden. (Apg. 15,16 – 17)

Und dann wird wohl auch die Zeit sein, da Petrus seinen ihn vom Herrn (Matth. 16, 19) zugesagten Schlüssel des Himmelreiches kräftig gebrauchen darf.

Bis jetzt war auch da nur Vorerfüllung. Einige Tausend ließen sich Pfingsten und danach rufen, den Samaritanern durfte Petrus die Botschaft vom Heil in Jesus bringen und sie empfingen Heiligen Geist, als er ihnen die Hände auflegte. Im Hause des Kornelius tat er Türen für Jesus auf, dann trat er immer mehr hinter Paulus zurück. Seine Zeit kommt noch.

Sein Schlüsseldienst ist wohl noch in Wartestellung, in einer Zeit des Überganges, bis im Millenium Israel seinen Auftrag an den Völkern ausführen wird.

Wir aber dürfen uns von Paulus rufen und belehren lassen: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ (Eph. 2, 8-10)

Ursula Riepe (11.10.2009)

Ursula Riepe

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Den oben abgebildeten Text können Sie sich wie gewohnt auch hier als Pdf-Datei herunterladen:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2012_05_05_bibelgespraechskreis_riepe.pdf

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14. Dezember 2011

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Daniella hat es geschafft!

11. September 2011

Nach der OP: Daniella kann wieder unbeschwert spielen!

Nach der OP: Daniella kann wieder unbeschwert spielen! Foto: Copyright © & Urheberrechte: Silvio Ströver

Bis zum letzten Augenblick haben die Eltern von Daniella gehofft, dass noch ein Wunder geschieht. Ihr schmerzfreies, fröhliches, gesund aussehendes Kind - zur OP zuzulassen, konnten sie allerdings nur schwer ertragen. Doch der Tumor hinter dem rechten Auge wurde als aktiv und zunehmend eingestuft.
Im Elternhaus krebskranker Kinder lernten sie dann eine junge Familie kennen, deren Sohn auch ein Retinoplastom im fortgeschrittenen Stadium hat.  „Was ist ein Auge im Verhältnis zum Leben eines Kindes?“ fragten sie Daniellas Eltern.
Am 26.08. wurde Daniella operiert. Nach zwei Tagen war das Schlimmste überstanden. Während die Eltern in tiefer Sorge vor der Zukunft ihres Kindes verharrten, wendete sich Daniella dem Leben zu. Ohne Schwierigkeiten bewegte sie sich wie selbstverständlich. Wir konnten nur staunen. Resolut und zielstrebig dirigierte sie ihre Eltern und ihre neuen deutschen Großmütter im Spiel. Nach einigen Tagen kam dann der histologische Befund:
Keine Metastasen, kein Anhaltspunkt für weitere Tumore! Freudentränen bei allen Beteiligten. Seit Donnerstag hat Daniella nun ein neues Auge genauso grünbraun wie das Linke. Unter Schreien wurde es angepasst und bereits im nächsten Augenblick von der kleinen Patientin im Spiegel bewundert. Daniella ist eine kleine Persönlichkeit und hat ihr „Leben im Griff“.
Dankbarkeit, die keine Grenzen findet, erfüllt nun die Herzen der Eltern. Dankbarkeit, die kaum Worte findet, das auszudrücken, was ihr Herz sagen möchte. Das Leben ihres Kindes wurde den Eltern, liebe Spenderinnen und Spender, mit Ihrer Hilfe neu geschenkt. Ohne Ihre Zuwendung hätte es keine OP in Deutschland gegeben! Am 10.09. ist Daniella mit Ihren Eltern in die Ukraine geflogen. Dort erwartet sie sehnsüchtig der große Bruder Andruscha, viereinhalb Jahre alt. Nach fünf Wochen werden Vater und Tochter zur medizinischen Kontrolle nach Deutschland kommen. Dann wird Daniellas provisorische Augenprothese wie geplant durch eine neue ersetzt. In den nächsten 5 Jahren wird Daniella regelmäßig in der Essener Uni-Klinik medizinisch betreut.

Abflug am Dortmunder Flughafen: Daniella und ihre Eltern freuen sich auf ihr Zuhause!

Abflug am Dortmunder Flughafen: Daniella und ihre Eltern freuen sich auf ihr Zuhause! Foto: Copyright © & Urheberrechte: Silvio Ströver

Auch ich möchte mich bei Ihnen als Organisatorin von „Hilfe für die Erben von Tschernobyl“ ganz herzlich für Ihre Gebete und finanzielle Hilfe bedanken und wünsche Ihnen Gottes Segen!

Erika Ströver

Spendenaufruf

07. August 2011

Daniella braucht Ihre Hilfe!

Daniella braucht Ihre Hilfe!

Daniella ist 2 Jahre alt und wohnt mit ihren Eltern in der Ukraine. Vor einigen Monaten veränderte sich das rechte Auge des kleinen Mädchens. Die besorgte Mutter recherchierte im Internet und stellte erschrocken fest, dass die Symptome auf ein Retinoblastom - ein bösartiger Tumor an der Augennetzhaut - hinwiesen.

In einer Augenklinik in Odessa wurde die Diagnose dann von den behandelnden Ärzten bestätigt. Durch eine falsch angesetzte Spritze spaltete sich der Tumor. Mit dem Hinweis, dass er nicht mehr operabel sei, wurde das Kind entlassen.
In ihrer Verzweiflung buchten die Eltern von ihren letzten Ersparnissen einen Flug nach Deutschland.

In der Essener Uniklinik wurde die Diagnose bestätigt und dringend zur OP geraten.
Gesamtkosten mit Nachversorgung: 20.000 Euro.

Am 23.08.11 ist der nächste Termin in Essen und der OP-Termin wird festgelegt.
Eine Hilfsorganisation hat sich bereit erklärt, die Hälfte der Kosten zu übernehmen.
Wir suchen nun Menschen,  die bereit sind,  Daniella mit einer Spende eine Lebenschance zu geben:

(…)

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar

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Zurzeit ist Daniella mit einer kleinen Gruppe krebskranker Kinder und ihren Müttern zur Erholung in Dortmund.

Ansprechpartnerin:

Erika Ströver

Tel.: 0231 - 27 86 45, Email: e_stroever@web.de

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Spendenaufruf als Pdf-Datei downloaden und aushängen:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_08_Daniella.pdf

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Weitere Blogbeiträge zur Tschernobylarbeit:

http://asselner.gemeinde-inter.net/category/tschernobylarbeit/

Im Glauben wachsen: Bibelgesprächskreis - Thema: Erster Brief des Johannes, Kapitel 2, Vers 3 bis 14

30. Juni 2011

Bibelgesprächskreis

Thema: Erster Brief des Johannes, Kapitel 2, Vers 3 bis 14

Vorüberlegung:

Der erste Brief des Apostels Johannes hat einen anderen Hintergrund als die Briefe des Apostels Paulus.

Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch“ (1,3) schreibt Johannes, während uns Paulus Dinge vermittelt, die Jesus zu seiner Zeit nicht sagen konnte (Johannes 16, 12 u. 13).

Johannes ist Augenzeuge des irdischen Lebens Jesu. Er hat Dinge mit seinem Herrn erlebt und Wahrheiten gehört, die sein Leben grundsätzlich verändert haben.

Er hat die Liebe Jesu gesehen. Jesus ist das Licht seines Lebens geworden und er hat erfahren, dass eine neue Geburt, wörtl. auch „Neuzeugung”, nötig ist, weil der natürliche Mensch Jesus nicht erkennen kann.

1. Seine Weisungen befolgen

Wenn wir seine Weisungen (Gebote) befolgen, so können wir daran erkennen, dass wir ihn erkannt haben.“ (2,3)

Nach biblischem Sprachgebrauch ist Erkennen ein tiefes inneres Wissen, eine Verbundenheit, ein Einssein, das sich im Leben auswirkt. Wer Gott erkannt hat, ist fortan auf ihn ausgerichtet. Dazu gehört, dass man seine Gebote hält, nicht nur die Gebote vom Sinai, sondern alles, was Gott auch durch seine Propheten zu Israel geredet hat.

In 1. Joh. 5, Vers 3 u. 4 haben wir eine Hilfe. „Denn darin besteht die (tätige) Gottesliebe, dass wir seine Weisungen befolgen, und seine Weisungen sind keine schwere Last“

– empfinden wir es nicht doch manchmal als Last, den schwierigen Nächsten lieben oder auch nur annehmen zu können?

Es geht weiter: „Alles, was aus Gott gezeugt und geboren ist, überwindet die Welt, und dies ist der Sieg,der die Welt besiegt hat, unser Glaube“. Dem Glaubenden schenkt Gott Liebe zum anderen.

Welt“ ist Egoismus, Unglaube, letztlich Feindschaft gegen Gott. Neuzeugung ist neue Schöpfung, steht für neue Möglichkeiten, allerdings wachstümlich.

2. Bruderliebe und das neue Gebot

In den Versen 7 – 11 spricht Johannes speziell die Bruderliebe an, womit er wohl die Liebe unter im Glauben Verbundenen, aber vielleicht auch Nächstenliebe allgemein meint, wobei er dann die vorangegangenen Verse noch einmal aufgreift.

Was war das alte Gebot, in dem nach den Worten Jesu „Gesetz und Propheten“ zusammengefasst sind? „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matth. 22, 37 u. 39). Durch Jesus wird das alte Gebot zu einem neuen, weil es ein anderes Vorzeichen bekommt. Das Licht der Wirklichkeit Jesu kann in die dunkelsten Herzen wirken, „die Finsternis ist im Vergehen und das wahre Licht leuchtet bereits“ (Vers acht)

Das wahre Licht, wenn wir es in uns hinein wirken lassen, befähigt uns, auch den Bruder / die Schwester zu lieben.

Vielleicht muss man dazu sagen, dass wir Geduld mit uns und mit anderen haben dürfen bzw. sollen. Wir bleiben doch ständig Lernende.

Jedenfalls – wer sein Leben ohne Jesus führt, geht irgendwie in einer Finsternis und kann nicht wie Petrus in seinem ersten Brief sagen: „Wir haben eine lebendige Hoffnung.“ (1,3)

3. Wachstumsstufen im Glauben

Wer wieder geboren, neu gezeugt ist durch den Heiligen Geist, ist allemal „Kind Gottes“, und wie schon gesagt, „eine neue Kreatur“ (2. Kor. 5,17). Da ist die Zugehörigkeit zu Gott angesprochen. In den kommenden Versen geht es um Wachstumsstufen. Da kann ein Kind Gottes doch ein Vater im Glauben sein.

Im Brief an die Hebräer tadelt der Schreiber die, die „noch immer Milch zu sich nehmen statt fester Speise“. Milch sind Anfangserkenntnisse. Gott offenbart sich in seinem Wort. Je mehr wir forschen, umso mehr dürfen wir lernen und erkennen und verinnerlichen und anderen eine Hilfe sein.

Johannes unterscheidet:

Kindlein im Glauben. Sie haben die Vergebung der Sünden empfangen und sie haben Gott als den Vater erkennen dürfen. Welche Freude!

Jünglinge sind die, die schon Erfahrungen mit der Kraft Jesu gemacht haben. Sie haben Siege erleben dürfen, wie es in Kap. 5,4 heißt: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

Väter „haben den erkannt, der von Anfang war“. Es geht um die Größe Gottes, seine Allmacht, seine Liebe, seine Wege mit der Schöpfung von Beginn an - und um seine Ziele.

Und die stehen ganz klar in 1. Kor. 15, 28 und im Brief an die Römer, Kap. 11,Vers 36: „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit.“

Dazu muss man allerdings sagen, dass diese letzten Ziele nur Paulus offenbart worden sind. Für Johannes galt die Schau, die er uns in Offenbarung 22, 2 mitteilt, wo von Bäumen die Rede ist, deren Blätter zur Heilung der Völker dienen und damit das Werk Gottes mit der Welt noch nicht abgeschlossen  ist, aber weitergeht.

Ursula Riepe

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Diesen Text können Sie sich - wie gewohnt - gerne als Pdf-Datei hier herunterladen:

http://asselner.gemeinde-inter.net/2011_06_21_bibelgespraechskreis_riepe.pdf